Erich Kästner

"Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Früher waren sie Kinder, dann wurden sie erwachsen, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein wirklicher Mensch."

Erich Kästner

Sonntag, 7. Dezember 2014

Ich geh dann mal was abnehmen. Eine Bildergeschichte in Worten seit 2011

07.12.2014 Challenge "Gewichtsreduzierung" RELOADED RELOADED (-V586-)
Bald fallen mir für die Neuanfänge keine Bezeichnungen mehr ein. Nach ungefähr 20 Monaten mit allen möglichen Ups and Downs muss ich noch einmal ran an den Speck. Oder besser: Der Speck muss endlich weg. Endlich endgültig. Ich versuche es jetzt ein weiteres Mal, diesmal konsequent. Ohne Ausreden. Hart am Wind. Dann mal bis in 20 Monaten;)
Gewicht: 70,2 kg

Die ganze Wahrheit in chronologische Abfolge:

http://www.eikestolzenburg.de/route-65-vom-schwimmer-zum-adonis

Dienstag, 23. September 2014

Steile Geschichte, der 2. Meller Crossmarathon am 20. September 2014


Eike, wie ging es Dir eigentlich beim 2. Meller Crossmarathon am 20. September 2014?


Tja, wie soll ich es ausdrücken, es war mehr so lala. Ich will mich nicht mit den Nebensächlichkeiten der Vorbereitung  aufhalten, eigentlich gab es auch gar keine. Zumindestens keine strukturierte. Mein Wochenpensum lag bei 30 - 50 km, genug um anzukommen, aber sicher nicht mehr.

Am „Wettkampftag“ lag ich ab vier Uhr wach und bin um fünf Uhr todmüde aufgestanden, um Pavillon und Tische und das ganze andere Gedöns  aufzubauen. 

Die übliche Aufregung machte sich natürlich auch breit, allerdings eher wegen des detailliert durchgeplanten und damit knappen Zeitfensters der Organisation, weniger wegen des Marathons.


Sonntag, 21. September 2014

Sonne, Mond und Sterne? Nee, Sonne, Dunst und Regen beim 2. Meller Crossmarathon am 20.09.2014

Fast-Berglauf bei den Flachlandtirolern - der 2. Meller Crossmarathon am 20.09.2014


Melle liegt  bekanntlich nicht gerade im Mittel- oder Hochgebirge, eher im Randgebiet der Norddeutschen Tiefebene, trotzdem kann man sich ein paar Höhenmeter erlaufen, wenn man weiß, welche Veranstaltung so etwas zu bieten hat.


Am gestrigen Samstag haben wir vom Meller Ultraforum zum zweiten Mal den Meller Crossmarathon veranstaltet.


Um 08.02 Uhr ging es fast pünktlich in die Tiefen (und Höhen) des Meller Berges hinein. Bei dunstigem, schwülen Wetter verlangte die Strecke den TeilnehmerInnen Einiges ab. Wer bei den 7 Runden, die mit 6,1 km vermessen waren, noch nicht genug Körner verlor, konnte mit einem Aufstieg auf die Meller Ottoshöhe in eine Sonderwertung einsteigen und hatte die Chance, einen Freistart beim 6. Meller Bahn Marathon im kommenden Januar zu gewinnen. Das setzte natürlich eine entsprechende Laufgeschwindigkeit voraus.

Mittwoch, 10. September 2014

Meller Engagemant für Ferienkinder aus der Region Gomel in Weißrussland

Wir haben als Meller Lauffreunde am 08. September 2014 im Rahmen des Tages der guten Tat ein paar Euros für die Ferienkinder aus der Region Gomel in Weißrussland gesammelt. Da es über das Projekt wenige Informationen im www zu finden gibt, haben wir hier das Wichtigste zusammengetragen:



Obwohl die Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl ( http://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl ) nahe der ukrainischen  Stadt Prypjat annähernd 30 Jahre zurückliegt, ist der Name der Atomanlage für viele deutsche Bürger der zweitbekannteste nach Moskau.  

Im April 1986 versetzte das Ereignis nicht nur die sowjetische, sondern die gesamte europäische Bevölkerung in Panik und Schrecken, weil die Auswirkungen dieser Explosion in einem Atomkraftwerk nicht zu ermessen waren. Fehlende Erfahrungswerte im Umgang mit einem derartigen Super-Gau und eine mangelhafte Informationspolitik der damaligen UdSSR sowie die Gefahr von weitreichender atomarer Strahlung und Verseuchung sorgten auch in der deutschen Bevölkerung für Angstzustände. 

Die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt waren weitreichend und halten bis heute an. 

Um den betroffenen Menschen aus der am stärksten von der radioaktiven Strahlung betroffenen weißrussischen Region Gomel zu helfen, hat die niedersächsische Landeskirche 1991 eine Tschernobyl-Ferienaktion ins Leben gerufen, die in 2015 ihr 25-jähriges Bestehen feiern kann ( www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2014/06/2014_06_04_1 ).    

Jahr für Jahr beteiligt sich auch der Kirchenkreis Melle mit etwa 20 weiteren Kirchenkreisen an dieser Aktion. So war es auch im Sommer 2014 für insgesamt ca. 100 Kinder sowie neun Mütter mit Kleinkindern möglich, im Landkreis Osnabrück 4 Wochen Ferien zu machen. Die Unterbringung der Feriengäste erfolgt dabei i Privatfamilien, die sich bereit erklären, ein oder zwei Kinder für den Zeitraum von 4 Wochen aufzunehmen. 

Dienstag, 9. September 2014

Zum zweiten Mal: Freundschaftslauf zum Tag der guten Tat am 08. September 2014



Unser Freundschaftslauf am 08. September 2014
Seit 2012 existiert der Tag der guten Tat, der uns am 08. September auffordert, einmal nicht an uns, sondern an Andere zu denken und dies mit der Durchführung einer guten Tat zu untermauern.  Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Jeder kann nach seinen eigenen Möglichkeiten aktiv werden, ob das nun bedeutet, die einsame Nachbarin zum Kaffee einzuladen oder die Kindertagesstätte des eigenen Nachwuchses zu renovieren.
Mehr über die Initiative kann man auf der aktionseigenen Homepage unter www.tag-der-guten-tat.de erfahren. Neben allerlei Informationen rund um den Tag der guten Tat kann man dort auch Anregungen für eigene Aktivitäten finden.
Vereins- und gruppenübergreifend hat die Meller Läuferszene diese Jahr zum zweiten Mal einen Freundschaftslauf veranstaltet.
Um 19.00 Uhr ging es bei strahlendem Spätsommer- bzw. Frühherbstwetter in gemütlichem Tempo auf einen 10-km-Kurs in den bewaldeten Meller Berg. Da der Spaß am Lauf(en) im Vordergrund stand, wurde kein Gewicht auf Platzierung und Zeit gelegt, vielmehr wurde die Zeit für eine nette Unterhaltung genutzt.
Kurz vor Eintritt der Dunkelheit kam die Gruppe im Zielbereich an. Nach einer kleinen Stärkung ging es daran, die Spendenbox zu füllen.
So kamen in diesem Jahr € 140,-- für die alljährlich stattfindende Ferienaktion für Kinder aus Gomel bei Tschernobyl, die unter der Federführung der Meller St. Petri Gemeinde durchgeführt wird, zusammen. Auch rund 20 Jahre nach der dortigen Reaktorkatastrophe leiden die Menschen unter den Folgen der radioaktiven Strahlung. Den Kindern wird durch ihren Ferienaufenthalt in Melle die Möglichkeit geboten, sich vorübergehend von den negativen Begleiterscheinungen der Umweltverseuchung zu erholen.  
Informationen zum Tag der guten Tat, zum Freundschaftslauf, zu den unterstützten Projekten etc. erhaltet Ihr hier:
fb         : einfach unter „Freundschaftslauf zum Tag der guten Tat“ suchen
fon      : 01520/3762303
web     : www.eikestolzenburg.blogspot.de


Vielen Dank an die SpenderInnen. Es hat gestern Riesenspaß mit Euch gemacht:

Anke Selent
Bärbel Drygalla
Mathias Weber
Rolf Selent
Alfred Reehuis
Manfred Arens
Heinrich Langkopf
Hartmut Wesseler
Hartmut Leimbrock
Olaf Sprenger
Jens Klinge



 

Donnerstag, 28. August 2014

ALS icebucketchallenge - Coole Aktion oder Angriff der Lemminge?


Es vergeht momentan kein Tag, an dem die Timeline des durchschnittlichen fb-Users nicht mit verwackelten Videobildern von nassen und frierenden (wenn nicht gemogelt wurde) Challengern überflutet (!) wird.

Die ursprünglich positive Absicht, über ein Pyramidensystem durch prominente und nichtprominente  Nominierte Spendengelder zugunsten unheilbar kranker Menschen zu sammeln, wird zunehmend in Frage gestellt und Ziel von Kritik verschiedenster Seiten.

Pamela Anderson war eine der ersten Personen, die ihre Nominierung ausschlug und der begünstigten ALS Association vorwarf, Tiermodelle für Forschungszwecke einzusetzen, auf Deutsch: Tierversuche, Tierquälerei, Tiermorde zu unterstützen. Diese Vorwürfe nahmen einige Tierrechts- und andere Organisationen auf. Als ich selbst die „Challenge“ (so groß ist die Herausforderung allerdings auch wieder nicht) am 24. August in Angriff nahm, kannte ich das Video bereits. Als Mensch, der versucht, sich (v)egan weiterzuentwickeln, schrillten bei mir auch erst einmal die Alarmglocken. Ich habe mich dann nach kurzem Für und Wider entschieden, den Eimer zu kippen, bzw. kippen zu lassen. Die gute Idee der Aktion wollte ich nicht einfach verpuffen lassen. Für die Menschen, denen sie hilft. Wenn ich schon einmal den A… hochkriege.

Keine Alternative aufzuzeigen ist leider auch oft (allerdings nicht immer) das Manko an der Kritik: Dagegen sein, und das war‘s. Meckern, aber nichts besser machen. Sich im Ton vergreifen, indem TeilnehmerInnen der Challenge als Idioten bezeichnet werden. Andere verurteilen, aber keine eigene Ideen entwickeln. WTF?

Dass es auch anders gehen kann, zeigt ein kleiner Teil der Kritiker: dieser nimmt die Herausforderung an und wandelt sie nach eigenem Gutdünken ab. Wer das Wasser lieber seinen Blumen schenkt statt es zu verschwenden - bitte schön. Wer lieber an den Erdlingshof spendet - auch eine tolle Idee. Das nenne ich kreativ.

Nimm doch einfach den positiven Grundgedanken auf und verfahre per Baukastenprinzip - nach dem Motto: ich mach mir die Idee, wie sie mir gefällt. Nur bitte nicht den guten Zweck vergessen;)
 
# ALS
# icebucketchallenge

Dienstag, 26. August 2014

Freundschaftslauf zum Tag der guten Tat am 08. September 2014

 


Freundschaftslauf zum Tag der guten Tat am 08. September 2014
Am 08. September wollen wir um 19.00 Uhr wieder ein Freundschaftsläufchen mit Euch starten.
Die Distanz wird bei ca. 10 Kilometern liegen
Ziel ist es, am Tag der guten Tat zu überlegen, ob wir allen, denen es schlechter geht als uns, eine kleine Freude bereiten können.
Näheres könnt Ihr unter www.tag-der-guten-tat.de erfahren.
Es wird eine Spendenbox im Start-/Zielbereich geben, die allerdings lediglich als ein Beispiel von vielen dienen soll.
Den Erlös werden wir der Kinderhilfe zukommen lassen, wem genau, überlegen wir uns noch.
Ihr seid alle herzlich willkommen. Wir laufen an der Carl-Bösch-Straße 27 los und werden dort auch wieder ankommen. Die Strecke führt durch den größtenteils bewaldeten Meller Berg, das Gelände ist teilweise anspruchsvoll. Bitte bringt nach eigenem Ermessen Stirnlampen u.ä. mit.
Falls Ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen habt, kontaktiert uns:
fb         : einfach unter „Freundschaftslauf zum Tag der guten Tat“ suchen
fon      : 01520/3762303
 
Wir freuen uns auf Euch!
 
Euer Team vom Meller Ultraforum
 
Ein Hinweis in eigener Sache: Es handelt sich um einen Privatlauf. Jede(r) Teilnehmer(in) läuft auf eigenes Risiko. Eine Haftung können wir nicht übernehmen.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Donnerstag, 8. Mai 2014

#VEGAN - was zum Uebersetzen und zum Nachdenken und zum Veraendern


Gorilla Biscuits - Cats and Dogs

Man's best friend is beautiful and affectionate, an ideal pet.

Cats are the same, we make up their names and our love for them is real.

Listen up, I gotta ask you, how can we be so cruel?

You say you care, that's a lie.

My true compassion is for all living things and not just the ones who are cute so I do what I can.

I wanna save lives and I've got a plan.


Montag, 17. März 2014

Kein Internet, kein Telefon - Vodafone: Wir kommen schon!

...leider weit gefehlt...hatten wir vor vier Wochen kein Internet, kein Telefon, denkst Du, ruftst ma bei Vodafone an, dann geht's nach einem Tag wieder, aber nein, ist 'ne Hauptverteilerstörung, keine Ahnung, wie lange die Deutsche Telekom für die Behebung des Mangels braucht, na, ja, warteste 'nen Tag, da war aber immer noch nichts, rufste wieder bei VDF an, derselbe Spruch, irgendwann, bei der xten Nachfrage ist keine Störung mehr gemeldet, aber ach ne, ich bekomme trotzdem keine Verbindung zu Ihrer Leitung, da machen wir mal 'n Ticket auf und schicken Samstag zwischen 8 und 12 einen Techniker der T-Com zu Ihnen, fährste morgens um 7 schon einkaufen, damitte um 8 wieder da bist, T-Com-Mann ist dann um 17 fast pünktlich da, haste trotzdem keinen Hals, weilde ja froh bist, dass überhaupt wer erscheint, der Dir dann sagt, dass die VDF-Technik nicht auf dem neuesten Stand sei, die müssten das mal überprüfen und er schreibt das auch ganz deutlich in seinen Bericht, ha, abends bekommste 'ne Mail, dass die Störung nun behoben sei, guckste ganz ungläubig auf Deinen Router, oje alles blau, muss aber rot, nur dann isses ok, rufste wieder bei VDF an, ja wir wissen auch nicht, warum das Ticket geschlossen wurde, aber jetzt am Wochenede passiert eh nix mehr, aber am Montag ruft Sie ein Techniker an und dann geht das tierisch ab mit der Behebung der Störung, und am Montag meldet sich dann aber doch keiner, sondern erst am Dienstag, der dann eine Beschwerde an die T-Com schreiben will und irgendwann in der bezeichneten Woche, Tag hab ich vergessen, aber das macht nichts, wird ein neuer Techniker-kommt-Termin für Samstag zwischen 8 und 12 gemacht (Nachtigall, ick hör dir trapsen) und am Donnerstag davor kriegste wieder mal 'ne Mail, dass die Störung behoben sei, denkste, gleich platztde, aber bevor Du jemanden durch die VDF-Hotline ziehst, versuchste mal 'nen Verbindungstest, und guck, zu Hause klingelt das Telefon und Du brichst in Freudentränen aus, dass scheinbar alles funktioniert und mittags wirste angerufen "hey Papa, Internet geht wieder" und abends gibt's Sekt und Kuchen und Kaviar und ein Feuerwerk und Dein Auto bekommt die Plakette und die Kapelle spielt den Triumpfmarsch und alles ist toll und Du bist zu blöd, Dir die Gutschrift für die Zeit ohne Telefon und Internet zu holen und am nächsten Tag ist alles wieder beim Alten.

Und was glaubt ihr, wieviel Druck jetzt von mir weg ist. Wünsche noch eine angenehme Zeit. Und Leute, ihr glaubt es kaum, aber ich hatte gute Bücher am Start. 1000 Seiten in zweieinhalb Wochen, das ist doch auch eine Leistung, oder?

Der frühe Vogel fängt den ach, lassen wir das...

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da habe ich mich für den 6-Stunden-Lauf in Münster angemeldet, der am 15. März 2014 stattfindet. Und in der Planungsphase hatte ich mir fünf Trainingseinheiten pro Woche mit mindestens 60, eher 80 Kilometer vorgenommen, begleitet von einer ansteigenden Formkurve, Erreichen des Idealgewichtes und einem Supergefühl hinsichtlich des Gelingens des Vorhabens. Und an genau der Stelle war das Märchen auch schon zu Ende. Wochen und Monate ignoranter Trainingsfaulheit zogen ins Land. Und der Tag der Wahrheit rückte immer näher...
Aber Rettung war bereits in Sicht: sie kam in Form eines verfrühten Frühlings, der die gleichnamigen Gefühle hervorrief und dazu führte, dass ich mir selbst einen Tritt in den Allerwertesten versetzt habe und nun die Hoffnung aufkeimt, dass diese Laufsaison eine gute wird. Den oben erwähnten Lauf werde ich natürlich noch mit weit defizitärer Form angehen. Trotzdem stecke ich den Sand nicht in den Kopf und habe deshalb am letzten Sonntag, ja das war dieser Sommertag, an dem es über 20 Grad warm wurde und die Hummeln schwärmten und ich Zitronenfalter gefalt...gesehen habe und die Sonne vom Himmel gleisste, einen langen Lauf. 

Der dann letztendlich so lange gedauert hat, dass er den 6-Stunden-Lauf in Münster überdauert hat. Ha ha ha.   

Sonntag, 16. März 2014

Links, zwo, drei, vier... - 5. 6-Stunden-Lauf in Münster am 15.03.2014

Ja, ist denn schon bald Ostern? Kaum zeigt der Kalender 2014 an, ist es auch schon März und der 6-Stunden-Lauf von Christian Pflügler steht an.

So sind Ole und ich gestern, am 15. März 2014 als gefühlte Trainingsweltmeister (Spaß: wir haben dieses Jahr bisher insgesamt kaum 400 km auf dem Tacho) um 7.00 Uhr in das bei Arminen und Lila-Weißen vielgeliebte Müxxter aufgebrochen, um auszuloten, was in 6 Stunden ohne besondere Vorbereitung machbar ist.

Christians Läufe finden meist auf dem Gelände stillgelegter Kasernen statt, so dass uns das Navi zu den ehemals britischen York-Barracks nach Münster-Albersloh führte. Obwohl aufgegeben und entkernt, wurde eine Einlaßkontrolle wie in einem Hochsicherheitstrakt durchgeführt: Ausweis und Anmeldung des PKW sind vorgeschrieben, sonst gibt es lange Gesicher und man kann getrost ein kurzes Trainingsläufchen vor dem Kasernengelände starten, aber nicht am 6-Stunden-Lauf teilnehmen.

Nach gefühlt halbstündiger Suche auf der Teilnehmerliste hatte der Wachdienst dann unsere Namen gefunden und trotz unangemeldetem PKW durften wir das Gelände befahren. Ohne Material im Kofferraum, das Christian für die Verpflegung benötigte, wären wir schön draußen geblieben. Also zumindest das Auto.

Nach kurzer Begrüßung der noch überschaubaren Menge anwesender Personen staunten wir nicht schlecht ob der Pompösität der alten Kaserne. Danach überbrückten wir die Zeit, indem wir beim Aufbau der Verpflegungsstelle halfen. Da wurden dann auch die klammen Finger warm, denn es waren gerade einmal 5 Grad an diesem trüben Morgen.

Flugs war es auch fast 10.00 Uhr und es kristallisierte sich heraus, dass der Wachdienst seine Aufgabe sehr ernst nahm und noch viel Leute an der Zufahrt standen. Daraufhin wurde der Start auf 10.15 Uhr geschoben. Nach einer kurzen offiziellen Begrüßung durch den Organisator Christian fiel dann der Startschuss.

Sieht man eine Uhr, die von 6:00:00 Stunden herunterzählt, erscheint das "Ziel" erstmal in weiter Ferne. Aber es sollte sich zeigen, dass trotzdem Kurzweil auf dem Programm stand.

Handvermessene 1961 Meter zählte eine Runde, und nach 22 Runden sollte der Marathon erreicht sein. Das war Oles Ziel, ich wollte eigentlich noch die 50 km vollmachen und dann einfach umkippen und ins Gras fallen.

Die ersten Meter dienten der Akklimatisierung und bald hatte jede(r) ihren/seinen Rhythmus und meist auch schon einen Gesprächspartner gefunden. Obwohl dieses Event mit 220 TeilnehmerInnen bereits Volkslaufcharakter hatte, versprühte der Lauf ein tolles familiäres Flair, weil viele SportlerInnen sich kennen.

So verflog die Zeit bis zum Halbmarathon, ohne dass ich genau auf die Runden achtete und erst in Richtung Marathon orientierte ich mich etwas am Zählgerät. Zwei Runden vor dem Marathon wurden die Beine schwer und ich wusste, dass der Kampf begonnen hatte. Nach Runde 22 zeigte die Uhr 4:45:irgendwas, damit war ich bis dahin sehr zufrieden. Es verblieb noch genug Puffer, um mein Ziel zu erreichen und ich schaltete von Körper auf Kopf. Möglichst wenig Gehen hieß die Devise, die mein geschundener Korpus ausgab und letztendlich reichten die Stopps an der Verpflegung auch aus. 

Nach der 27. Runde war die Luft dann raus, ich hatte zwar noch fünf Minuten, die ich aber damit verbrachte, mein Restdistanzsäckchen an einer sicheren Stelle am Wegesrand abzulegen. Ole überquerte zeitgleich mit mir die Ziellinie und konnte die Marathondistanz ebenfalls überlaufen, so dass für uns am Ende 43,228 km bzw. 53,87 km zu Buche schlugen.

Nach einer kurzen Erholungspause und einer abschließenden Stärkung sind wir sehr zufrieden Richtung Heimat gefahren.






















Donnerstag, 6. März 2014

6-Stunden-Lauf Muenster: Endspurt in der Vorbereitungsphase

So, in neun Tage ist es endlich soweit: Ole "der Langsame" Dittmann und Eike "der Untrainierte" (beide Attribute passen auch jeweils zum anderen) werden am 6-Stunden-Lauf bei Christian Pflügler in Münster teilnehmen.

Während Ole sich mit dem Training sehr zurückgehalten hat, habe ich mich mit dem Training entsprechend sehr zurückgehalten.

Aber wir beiden wären ja keine Mitglieder des Meller Ultraforums, wenn wir nicht auch ultramutig wären. So verlassen wir uns auf unsere langjährige Erfahrung hinsichtlich unserer körperlichen Konstitution, und verfahren mal wieder nach dem Motto: Dabeisein ist alles, schauen wir mal, was hinten rauskommt.

Geplant sind bei Olaf 42,195 km zuzüglich 2 km Sicherheit und ich schraube meine Zielsetzung in ungeahnte Höhen und hoffe, eine 5 an erster Stelle der Distanz stehen zu haben. Solo wäre sie mir allerdings nicht so lieb...

Bis Ende nächster Woche werde ich dann noch versuchen, über Kilometerfresserei mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, wobei mir natürlich klar ist, dass das (körperlich) nicht viel bringt. Aber die Ultras werden ja bekanntlich im Kopf gelaufen. Wie Ole immer sagt: Laufen ist 80% Kopfsache und 20% mental.

6 Stunden-Lauf Muenster

Sonntag, 16. Februar 2014

WTF - Fußball ist immer noch wichtig

Dieses Wochenende war's nichts mit dem Fußball - alle Vereine, denen man, wenn auch teilweise nur entfernte, Sympathie engegenbringt, haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Der Aufstiegsaspirant St. Pauli verliert zu Hause mit 0:1 gegen Bochum. Bochum, wer ist Bochum? Außer Peter Neururer kennt man da keinen.

Und die Lila-Weissen? Auswärts bei den Kickers aus Stuttgart drei Punkte abgeliefert. Trotz Überzahl. Mann, Mann, Mann, woraus soll man da noch seine positive Energie ziehen?

Na, wenigstens die symphatischen Underdogs von Eintracht Braunschweig haben das alte Schlachtschiff HSV versenkt.

Siehst Du, wenn Du meinst, Du kannst nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Nächstes Wochenende läuft es dann besser.

We love you
We love you
We love you
And where you play
We follow
We follow
We follow
Cause we support
St. Pauli
St. Pauli
St. Pauli
And thats the way
We like it
We like it
We like it
Oooooooh
Oooooooh
Oooooooh
Oooooooh
Oooooooh
Thats the way
Ahah
We like it
Ahah
Thats the way
Ahah
We like it
Ahah
Oooooooh
St. Pauli
Oooooooh
St. Pauli


Freitag, 24. Januar 2014

5. Meller Bahn Marathon...Presse

Ich muss hier mal kurz eine Lanze für die heimischen Medien brechen. Während des 5. Meller Bahn Marathons haben Luisa Spanier vom Meller Kreisblatt und Siegfried Köhn von Melle.tv mehrere Stunden in der Kälte ausgeharrt, um  Berichte von unserem Event in Schrift, bzw. in bewegten Bildern  zu erstellen. Die Ergebnisse finde ich persönlich toll. Gut zugehört, super berichtet. Daumen hoch!

http://www.melle.tv/2014/01/mellemagazin-24-01-2014/

http://www.noz.de/lokales/melle/artikel/444405/cheerleader-feuern-in-melle-intime-gruppe-an

Sonntag, 19. Januar 2014

5. Meller Bahn Marathon: 105,5 Zählstriche mit dem Edding auf dem Arm...

...musste man sich am 18.01.2014 zum Glück nicht aufmalen lassen, denn als Organisatoren hatten wir rechtzeitig eine zuverläsige Rundenzählanlage besorgt.

Um 6.30 Uhr, zu nachtschlafender Zeit, trafen wir uns zum Aufbauen, in der Hoffnung, alles bis 10.00 Uhr fertig zu haben, denn in den Vorjahren konnten wir immer schon freitags anfangen. Naja, es nützte eh nichts, den Sand in den Kopf zu stecken (Zitat Loddar Matthäus) und so machten wir uns frohen Mutes, soweit man das nach 5 Stunden Schlaf sein kann, an die Arbeit.

Kleinigkeiten, wie verschwundene Banner und lockere Anschlüsse an der Tonanlage steckten wir sportlich-versiert weg und bereits gegen 9.00 Uhr wussten wir, dass niemand etwas Wesentliches vergessen hatte. Die Spiele konnten beginnen!

Nach und nach trudelten unsere TeilnehmerInnen, zum Großteil altbekannte Gesichter, ein und es gab ein großes Hallo. Dass kaum Ausfälle zu verzeichnen waren, war schon einmal ein Pluspunkt.

Über Plaudern, Frühstücken und Aufwärmen (SporterInnen, nicht Nahrungsmittel) ging es dann um kurz nach 10.00 Uhr zum Start. Wir wollten zwar unseren Bürgermeister eine  Laudatio erklingen lassen, schließlich hatten wir mit dem 5. Bahn Marathon ein kleines Jubiläum zu feiern, aber leider haben wir derzeit keinen Bürgermeister. So mussten sich alle mit einem Countdown von 10 auf 0 begnügen, was aber niemanden davon abhielt, zu starten.

"Vorneweg" liefen nun die ambitionierten LäuferInnen, die sich ein zeitliches Ziel gesteckt hatten, dahinter fingen alle anderen mit netten Gesprächen an, wohl wissend, dass man sich in den 4 - 5 Stunden Laufzeit gut ablenken muss, um nicht in das Runden zählen zu verfallen. Es kursieren ja Gerüchte, dass ein Finisher, der sich nicht so gut ablenken konnte, im Anschluss an den Marathon eine verlässliche Anzahl der auf dem Rasenplatz befindlichen Grashalme nennen konnte.

Der 5. Meller Bahn Marathon wurde dann nicht zuletzt durch ein besonderes Ereignis zu einem einzigartigen Event: Peter Kaminsky finishte bereits nach 2:56:34 Stunden. Eine Wahnsinns-Zeit! Man munkelt, dass die Macher des Berlin-Marathons bereits ängstlich nach Melle schielen, weil bei uns hinsichtlich Rekordzeiten eine ernsthafte Konkurrenz wächst!

Für ein stimmungsvolles Rahmenprogramm sorgten in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Cheerleaders der SC Eagles, die es wieder prächtig verstanden, dem einen oder anderen zum Ende des Laufes durch ihr Anfeuern noch einmal einen Energieschub zu verpassen.

Mehr und mehr TeilnehmerInnen beendeten den Marathon, und während die Tartanbahn sich leerte, wurde der Bereich des Buffets immer voller, und der gemütliche Teil des Laufes konnte für die meisten beginnen.

Es wurde eine wahre Tortenschlacht, von veganen Muffins bis zu einer Hochzeitstorte fehlte es an nichts. Den Flüssigkeitshaushalt konnte man mit Mineralwasser, isotonisch oder soft ausgleichen.

Nach einem entspannten Auffüllen der Kohlehydratspeicher wurden zum Abschluss Urkunden und T-Shirts, wobei es besondere "Ehren"-Finisher-Shirts für TeilnehmerInnen gab, die alle 5 Bahn Marathons mitgemacht hatten, verteilt und dann ließen alle den fortgeschrittenen Nachmittag ausklingen.

Dann ging es für das Organisations- und Helferteam daran, noch zwei Stündchen aufzuräumen und danach tot ins Bett zu fallen;)

Im Namen der Organisatoren bedanke ich mich an dieser Stelle sehr herzlich beim Meller Kreisblatt und bei Melle.tv, deren MitarbeiterInnen geduldig in der Kälte ausharrten, um von unserer Veranstaltung zu berichten. Wir sind sehr gespannt auf die Veröffentlichungen!




























Sonntag, 12. Januar 2014

Wie ich Vegan erfand...für mich

Ein Tatsachenbericht in maximal 100 Worten (diese zählen nicht dazu)

Etwa 1995 wurden meine Frau und ich Vegetarier. Zu viel Fett, zu viel Couch, zu wenig Sport. Es folgten annähernd 20 Jahre, die mit Pudding-Vegetarismus begannen und an deren Ende sich etwas entwickelt hatte: 
der Wunsch, nicht mehr Teil dieser ignoranten, rücksichtslosen Menschen und Tiere verachten Gesellschaft zu sein, die nur ein Ziel hat, nämlich sich selbst auf Kosten anderer Individuen Vorteile zu verschaffen.
Die familiäre Auseinandersetzung damit ging an dieser Stelle auseinander: meine Frau ernährt sich weiterhin vegetarisch, inzwischen komplett Bio, ich habe nach einem Osterfest 2014, das vollständig im Zeichen der Völlerei stand, den unumstößlichen Entschluss gefasst: zum Vorteil aller: ab sofort VEGAN

Seit diesem Zeitpunkt gilt: 

Miteinander, nicht gegeneinander
Überzeugen, nicht (zwangs-) missionieren
Mitfühlen
Verantwortungsbewusstsein zeigen
Leben ohne Menschen- und Tierleid

to be continued...



Mittwoch, 1. Januar 2014

Silvesterlauf 2013 in Rödinghausen

Ich glaube, das kennt jeder: Man steht in der Gruppe vor dem Start welches-Laufes-auch-immer zusammen, und kündigt an, "heute mal ganz locker, ohne Druck zu laufen". Kaum ist der obligatorische Startschuss gefallen, stieben alle auseinander wie die Gestörten und legen ein Tempo an den Tag, als ob der Satan seinerselbst hinter ihnen her wäre.

Nicht so gestern beim Silvesterlauf in Rödinghausen: Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir mit einer kleinen Meller Gruppe die "lange" 11-km Strecke in sehr entspannten Tempo. Der Beweis: Letzter geworden. Und es hat einfach wahnsinnigen Spaß gemacht. Dass dieser toll organisierte und landschaftlich reizvolle Lauf schwer im Kommen ist, zeigt die Teilnehmerzahl: fast 500 Leute verabschiedeten dort das Jahr per Laufschuh.

Fazit: Das machen wir mal wieder, wahrscheinlich noch in diesem Jahr.


Foto: Geiler Lauf
Ole und Eike vorher und nein, es ist kein Rock, sondern eine Hose.

HOLY (V) EGAN BAND

Artgerecht ist nur die Freiheit